Musica, zur Lust und Freud

Lieder und Tänze aus der Zeit der Reformation

 

Die Music Freud dem Menschen bringt
All Traurigkeit vom Herzen dringt
Solch Tugend hat sie ohne Zahl
Sie ist ein Arzt in Leid und Qual


 

Martin Luther, der Gelehrte, der Reformator, der Theologe, war auch ein begeisterter Musikliebhaber. Vom Nürnberger Meistersinger Hans Sachs als Wittenbergische Nachtigall bezeichnet, hat sich Luther als Sänger und Lautenist mit Lust und Freuden der Musik gewidmet. Welch wichtige Rolle sie in seinem Leben gespielt hat, geht immer wieder aus seinen Zeilen hervor: "Es fließt mir das Herz über vor Dankbarkeit gegen die Musik, die mich so oft erquickt und aus großen Nöten errettet hat."

 

Ludwig Senfl: Die Brünnlein...

Galliarda

P. Hofhaimer: Greyner Zanner

König Ferdinandus Tantz

N. Bauldeweyn: Ach Gott...

J. Richafort: D'amour je suis

J. Desprez: Douleur me bat

 

Mit großem Interesse und Begeisterung verfolgte er die Entwicklung der damals aktuellen Musik. Luther war ein großer Verehrer der Musik eines Josquin Desprez oder Pierre de la Rue und korrespondierte mit berühmten Musikern wie Ludwig Senfl. Kunstvolle Musik war für ihn nicht nur ein schöner Zeitvertreib: "wo aber die natürliche Musica durch die Kunst geschärft und poliert wird, da sieht und erkennt man ... mit großer Verwunderung die große und vollkommene Weisheit Gottes in seinem wunderbaren Werk der Musica."

 

B-Five stellt aus Manuskripten und Musikdrucken ein Konzert zusammen, das die Klänge der Reformation lebendig werden lässt und Einblicke in die Gefühlswelt einer Zeit im Umbruch eröffnet: elegante Tänze, nachdenkliche Melancholie, Glaubenseifer und Liebessehnsucht - der Soundtrack eines bewegten Jahrhunderts.

Das Programm gibt es in zwei Versionen, als reines Instrumentalensemble oder mit Gesang (zusammen mit Johannes Weiss)


 

 

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